Apr
28

Bayerische Halbmarathon Meisterschaft

Ich habe eigentlich, trotz ursprünglichen Vorhabens, nicht mehr damit gerechnet, doch sieben Tage vor der Bayerischen Meisterschaft im Halbmarathon, wurde ich vor vollendete Tatsachen gestellt: „Du läufst“.

Trotz der bärenstarken Mitglieder in der Skivereinigung Amberg sollte ich am Sonntag der dritte Mann in der Halbmarathonmannschaft sein. Ok, so schlecht bin ich derzeit gar nicht drauf, dies allerdings gemessen an Distanzen jenseits der 42 Kilometer. Selbst für einen Marathon habe ich viel zu wenig Tempoarbeit geleistet. Also änderte ich tags darauf meinen Trainingsplan und statt eines langen Laufes entschied ich mich für einen 18 km Tempodauerlauf – eine etwas ungewöhnliche Wettkampfvorbereitung. Doch ich wollte einfach mal sehen, was ich laufen kann. Eine Pace von 3:32 min/km zeigte mir meine GARMIN am Ende der Einheit an. Na gut, das muss also in jedem Fall für eine 1:13 reichen – ich bin dabei! (Als wenn ich eine Wahl gehabt hätte…)

Gemeinsam mit Michael Lang und Patrick Zimmermann trat ich am Sonntag Morgen die Reise in den äußerst östlichen Zipfel Bayerns, nach Ruhstorf an der Rott, an. Dort erwartete uns eine, wie ich finde, perfekte Strecke. Auf den sieben zu laufenden Runden waren keine engen Kurven zu laufen. Zwar wurde der Asphaltbelag von einem 90 Meter langen Schotterstück unterbrochen, doch das ließ sich gut laufen. Auch der minimale Anstieg, jeweils zur Hälfte der Runde, war leicht zu überwinden.

Pünktlich – wie es sich für eine Meisterschaft gehört – um 10:30 Uhr, wurden die 172 Teilnehmer/innen auf die 21.097 Meter losgelassen. Während sich die Favoriten gleich etwas Luft verschafften, wurde es für die Verfolger in ihren Gruppen hin und wieder etwas eng. Minimale Rempeleien, ständige Wechsel von rechts nach links und umgekehrt, auf der Suche nach der vermeintlichen Ideallinie – alles ganz normal, wenn das Adrenalin in Strömen fließt und eben auf solchen „schnellen Strecken“.

Während mein Vereinskollege Michael die Flucht nach vorne suchte – mit einer angepeilten 1:10 hat er da durchaus Medaillenchancen – hielt ich mich in der großen Verfolgergruppe auf. Um etwas mehr Raum zu haben arbeitete ich mich hier etwas nach vorne und heftete mich an die Fersen von Bruno Schumi. In der dritten Runde musste ich jedoch etwas abreißen lassen. Zwar fühlten sich meine Beine richtig gut an, aber ich bekam leichte Bauchkrämpfe, die sich im Laufe der folgenden vier Runden noch deutlich verstärkten. Ich verzichtete deswegen auf Aufnahme von Iso und Wasser, trotzdem verkrampfte sich mein Bauch in immer kürzeren Abständen.

Mein Lauf – im Schnitt zwar nur wenig langsamer geworden – war wie ein Lauf am Gummiseil. Mal konnte ich den Konkurrenten nicht mehr folgen, dann schloss ich wieder auf und überholte, bis der nächste Krampf kam. Auf der letzten Runde musste ich dann doch deutlich abreißen lassen. Doch nach 1:13:46 Std. überquerte ich die Ziellinie. Eine Zeit die ich mir vorgenommen hatte und mit der ich durchaus sehr zufrieden bin.

Durch die Glanzleistung von Michael mit einer 1:10:42 Std, was den dritten Gesamtrang und somit die Bronzemedaille der Bayerischen Meisterschaft bedeutete und dem couragierten Lauf von Patrick Zimmermann, der trotz längerer Trainingspause an den Meisterschaften teilnahm, konnten wir in der Mannschaft den dritten Platz in der Meisterschaft feiern.

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Ergebnisse hier

Apr
13

2. Lauf im Ultramarathon-Europacup

  • 13.04.2013
  • “Brdská Stezka” in Mnísek pod Brdy
  • Ultramarathon über 50 km und 930 HM
  • Forststraßen, Waldwege, Trails, Asphalt

Mníšek pod Brdy, für die deutsche Zunge zunächst schwer auszusprechen, ist eine Kleinstadt, 30 km südlich von Prag. Hier fand am 13. April 2013 der zweite Wertungslauf der Europacupserie im Ultramarathon statt. Auf den ersten Lauf, der im März im Elsass (Trail du Petit Ballon) stattfand, „musste“ ich verzichten, da ich zu diesem Zeitpunkt im Trainingslager auf Mallorca war. Wie viel das Trainingslager gebracht hat, bzw. ob es angeschlagen hat, sollte sich nun hier in Tschechien zeigen.

Bei der Anfahrt nach Mníšek zeigte sich zunächst mal, mit was für Begebenheiten ich es bei den tags darauf folgenden 50 km zu tun haben sollte. Brdy, so nennt sich das Mittelgebirge welches sich von Prag in westliche Richtung bis Pilsen zieht. Die Straßen die mich zu meinem Zielpunkt führten, waren eher wie im Hochgebirge – steil und schmal.

Nachdem ich im Hotel eingecheckt hatte, schaute ich mir, im Rahmen einer kurzen lockeren Laufeinheit, die ersten und letzten zwei Kilometer der Strecke an. Direkt auf einer Hauptstraße, parallel zur Autobahn – es sollte zum Glück der einzige nicht so tolle Streckenabschnitt werden.

Anschließend fuhr ich per Auto noch ein paar wenige Bereiche der Strecke ab, die ich vierrädrig erreichen konnte. Ich war froh, dass ich mir so ein Bild von der Strecke machen konnte. Fragen zum Untergrund, Schuhwahl und Streckenprofil, konnte ich mir somit beantworten. An dem mitgebrachten Fundus an ASICS-Laufwerkzeug fiel meine Wahl somit auf den Fuji-Racer.

Das Rennen:

Am Start auf der Tartanbahn von Mníšek, versammelte sich, wie auch in den letzten Jahren, ein überschaubares Feld an Ultramarathonis. Unter ihnen eine kleine Anzahl großer Namen der Szene – auch das hat hier Tradition. Das Starterfeld bestand überwiegend natürlich aus Tschechen, aber auch Deutsche, Österreicher, Slowaken und eine Delegation aus Slowenien haben sich in die verschlafene Ortschaft in Böhmen „verirrt“.

Nach dem Startschuss wurde ein zunächst sehr ruhiges Tempo angeschlagen. Im Schnitt von 4:25 min/km verließen wir nach einer Einführungsrunde den Sportplatz in Richtung Hauptstraße. „Jeder der wollte“ durfte auf den nächsten Metern das Feld mal anführen, bis der Tschechen-Express in persona Daniel Oralek, dem mehrmaligen Sieger und Streckenrekordhalter und Radek Brunner vom AC Prag ein deutlich höheres Tempo anschlugen. Sofort wurde das Feld auseinandergezogen und nur zu dritt setzten wir uns zügig ab. Nach knapp sechs Kilometern auf der Hauptstraße verließen wir diese und begaben uns in einen astreinen Trail. Große Steine, Matsch, viel Wasser aber vor allem eine ordentliche Steigung über knapp zwei Kilometer verlangten uns zu gleich zu Beginn einiges ab. Der ausgezeichnete Trailläufer Oralek setzte sich sogleich ein wenig von mir und Radek Brunner ab. Bei einem Ultra, insbesondere in einem solchen Gelände, wäre es ein fataler Fehler, auf Biegen und Brechen zu diesem Zeitpunkt „dranzubleiben“. Auf einem kleinen Verschnaufstück, einem leichten Gefälle konnte ich die Lücke zu Daniel wieder schließen. Doch schon beim nächsten Anstieg entfloh er mir wieder. Dieses Spiel wiederholte sich nun einige Male; direkt in meinem Schatten immer Radek. Auf den 50 km gibt es nicht ein einziges flaches Stück, indem man mal sein Tempo finden könnte. Ein ständiges Auf und Ab zehren sehr schnell an der Kraft, wenn man diese nicht entsprechend einteilt.

Höhenprofil des "Brdska Stezka"

Höhenprofil des “Brdska Stezka”

Nach einem langen Gefälle und anschließenden kräftigen Anstieg auf den zweithöchsten Punkt der Strecke, bei km 16, ist uns Daniel bereits eine gute Minute enteilt. Die Verpflegungsstation vor einem starken Gefälle lasse ich aus. Ich führe ein Flasche mit Aktiv3-Isoton sowie Liquid-Gels mit mir. Radek nutzt die Verpflegung und kann danach nicht mehr zu mir aufschließen. Den Zeitabstand zu Daniel kann ich relativ gut halten und das Wichtigste, ich halte ihn immer in Sichtweite. Das scheint ihn zu beunruhigen, denn er dreht sich häufig um.

Bis zum höchsten Punkt der Strecke, bei km 23, konnte er keinen weiteren Vorsprung herauslaufen. Ohne zu viel zu riskieren musste ich auf den nächsten 2 km Gefälle versuchen, den Abstand zu verkürzen. Dies gelang mir! Ich konnte sogar aufschließen und nach reichlicher Überlegung auch direkt an ihm vorbeiziehen. Auf der immer noch leicht abfallenden Asphaltstraße zog ich meinen Schritt lang und setzte mich von Daniel ab.

Kurz vor km 28 trank ich den letzten Schluck aus meiner Flasche. In der hin und wieder zwischen den Wolken durchscheinenden Sonne wurde es relativ warm und ich war froh, mich entschieden zu haben, mich nicht auf die – spärlich ausgestatteten – Verpflegungsstationen zu verlassen. Für die nun folgende Station hatte ich am Morgen eine zweite Flasche abgegeben, der ich nun sehnsüchtig entgegensah. Allerdings wurde die Eigenverpflegung hier noch nicht bereitgestellt. Bis ich den Leuten klar machte, was ich möchte, hatte Daniel bereits wieder aufgeschlossen. Ich konnte meine Flasche schließlich aus dem Auto neben der Station holen und meinen Weg gemeinsam mit Daniel fortsetzen. Auf dem nun welligen, immer leicht ansteigenden Weg, machte mein Mitstreiter ordentlich Druck. Doch ich fühlte mich gut und gut 20 km vor dem Ziel hatte ich nun nicht mehr vor, einen Rückstand in Kauf zu nehmen. Km 31, „noch lächerliche 19 km“, sagte ich mir und forcierte mein Tempo. Selbst bei der Steigung konnte Daniel nun nicht mehr mithalten. Es waren zwar ab jetzt keine starken Steigungen mehr zu bewältigen, aber das ständig wechselnde Profil machten die ohnehin schweren Beine noch müder. Ich motivierte mich selbst, das war nicht schwer, schließlich lag ich bei einem schweren Rennen in Führung. In meinem Geist ging ich nochmal das Streckenprofil ab. Was erwartet mich noch? Ein langes Gefälle, zwei Anstiege, die ich mir gestern bereits mittels Auto angesehen habe und dann das lange Gefälle ins Ziel. Den letzten Kilometer, wenn es auf der Schnellstraße hoch zum Ziel geht blendete ich aus. Leider traten nun Magenprobleme auf, die scheinbar von meinem „provisorischen“ Frühstück herrührten. Einige Male dachte ich an Jan Fitschens letzten Marathon in Berlin. Doch hier standen keine Dixis und ich hatte auch nicht vor, meinen möglichen Sieg in den Büschen zu verlieren ;-)

Mittlerweile war ich schon wieder im Startort angekommen. Abschüssig ging es bis zur Landstraße und hier schließlich noch einen schweren Kilometer gegen Wind und Steigung hoch zum Sportplatz.

Gerade noch mit einer Zeit von 3:17 Std überlief ich die Ziellinie als Gesamtsieger. Vier Minuten später folgte Daniel Oralek. Seinen Streckenrekord verpasste ich nur um eine Minute. Was meine Zeit mit einer Pace von 3:57 min/km bei den knapp 1.000 Höhenmetern wert ist, zeigt ein Blick in die ewige Bestenliste der Veranstaltung. Nur Daniel war bisher schneller. Und auch in der Zeit vor 2005, als nur 47 Kilometer gelaufen wurden, konnten nur vier Personen diese Zeit unterbieten – darunter Namen wie Helmut Schießl und Thomas Miksch. Ich befinde mich also in bester Gesellschaft! ;-)

Mrz
15

ASICS Fuji-Elite

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Produktbeschreibung:

Der neue GEL-FUJI ELITE ist ein leichter Trail-Schuh mit direktem Bodengefühl für schnelle Läufe im Gelände und auf unbefestigten Straßen. Von der ASICS-Speed-Kollektion inspiriert, verfügt der GEL-FUJI ELITE über eine Propulsion-Plate, die noch mehr Stabilität im Vorfußbereich und zusätzlichen Vortrieb ermöglicht. Dieser Schuh vermittelt dank des TRUSSTIC-Systems im Mittelfußbereich und den dynamischen Flexkerben an der Außensohle ein sehr direktes Bodengefühl und optimale Stabilität. Dieses Modell ist mit einer geringen Sprengung ausgestattet, die den Fuß schneller durch den Abrollvorgang führt und so eine konstante Geschwindigkeit bergabwärts ermöglicht. Das CLUTCH-COUNTER-System gewährleistet eine dynamische, unterstützende und komfortable Passform an der Ferse. Die im Hotmelt-Verfahren aufgebrachten Besätze bieten mehr Komfort und reduzieren Gewicht sowie Irritationen beim Lauf. Der Schuh besteht aus wasserabweisendem Material, um eine Wasseraufnahme und somit ein höheres Gewicht zu verhindern.

Geeignet für:

Neutral-und Pronationsläufer

Persönliche Erfahrung:

Der Fuji-Elite ist für einen Trailschuh sagenhaft leicht. Das Profil verspricht auch bei widrigen Bedingungen den nötigen Grip zu bieten. Durch die leichte Bauweise und die exzellente Passform, geht das, für den Trail unheimlich wichtige Bodengegühl, niemals verloren.

Du findest den ASICS Fuji-Elite bei

Synergy Sports, Nürnberg
www.synergy-sports.de

Mrz
14

ASICS GT-2000

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Produktbeschreibung:

Dieser Schuh ist ideal für längere Läufe dank hervorragender Dämpfung und Passform

GT-2000 lautet der neue Name des neuesten Modells der preisgekrönten GEL-2000-Serie. Das Modell bietet weiterhin bestechenden Komfort und eine ideale Passform bei Überpronation.Neu eingeführt wurde das Guidance-TRUSSTIC-System, das die GUIDANCE-LINE an der Außensohle optimal nutzt. Zusammen sorgen sie für einen effektiveren Bewegungsablauf, führen Ihren Fuß vom Fersenauftritt bis zum Abdruck und bieten Unterstützung für den Mittelfuß.

Ebenfalls neu beim GT-2000 ist das DYNAMIC-DUOMAX-System, eine Dual-Density-Mittelsohle mit einer weicheren Oberschicht für ein Laufgefühl mit optimaler sensorische Rückmeldung und mehr Komfort.

Die durchgehende Double-Density-Mittelsohle aus SOLYTE verfügt über eine weichere Oberschicht mit besserer Dämpfung.

Die im Hotmelt-Verfahren aufgebrachten Besätze bieten mehr Komfort und reduzieren Gewicht sowie Irritationen beim Lauf.

Dank hervorragender Dämpfung und Passform ist der GT-2000 ideal für längere Läufe.

 

Geeignet für:

Pronationsläufer

Persönliche Erfahrungen:

Ich erhielt den Schuh unmittelbar vor meinem Trainingslager im Frühjahr 2013 auf Mallorca. Schon am ersten Tag genoss ich die ausgezeichnete Qualität des GT-2000 bei einem 20-km-Lauf. Trotz der guten Dämpfung und des scheinbar stabilen Aufbaus geht das direkte Gefühl zum Boden nicht verloren. Der GT-2000 bietet eine ideale Passform und der Fuß fühlt sich in der Tat auch bei den ganz langen Läufen äußerst wohl!

Du findest den ASICS GT-2000 bei

Synergy Sports, Nürnberg
www.synergy-sports.de

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