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21. März 2010
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„Dieser Weg wird kein leichter sein
Dieser Weg wird steinig und schwer
Nicht mit vielem wirst du dir einig sein
Doch dieses Leben bietet so viel mehr“

Xavier Naidoo „Dieser Weg“

Alle Jahre wieder… Zu Beginn eines neuen Jahres sind sie wieder da: „Die guten Vorsätze“

Statistiken zu folge halten diese jedoch nicht allzu lange. Eine repräsentative Umfrage von Forsa zu den guten Vorsätzen der Jahre 2008 und 2009 ergab, dass bereits 10 % der Befragten nach zwei bis drei Wochen ihre „guten Vorsätze“ nicht mehr gehalten haben. Den Wunsch etwas zu ändern hatten immerhin 42 % der Befragten.

Die Top Ten der „guten Vorsätze“ und „Wünsche“ sind: Stressabbau, mehr Zeit für Familie, mehr Bewegung/Sport, mehr Zeit für sich selbst, gesünder ernähren, abnehmen, sparsamer sein, weniger fernsehen, weniger Alkohol trinken, rauchen aufgeben.

Doch genau in diesen Formulierungen liegt bereits der Hase im Pfeffer! Wieso? Es fehlt die genaue Definition und Formulierung. Ein „guter Vorsatz“ oder gar nur der „Wunsch“ irgendwann mal irgendwie, irgendwas anders zu machen kann nur erfolglos enden.

Zur Abwechslung mal ein Zitat aus dem Koran:

„Wenn man das Ziel nicht kennt, ist kein Weg der richtige.“

Denn:

„Wenn du weißt, was du willst und wohin du willst, findest du die Kraft, dein Ziel zu erreichen.“ Karin Heinrich (*1941, dt. Autorin)

 

Zielsetzung      – Voraussetzung für ErfolgDamit ein Ziel wirklich zum Erfolg wird und nicht nur ein Wunsch bleibt, muss es folgende Kriterien erfüllen:
Mein Ziel Das Ziel muss für mich lohnend sein und ich erreiche es für mich, nicht um jemand anderen etwas zu beweisen.
konkret formulieren Schiebe dein Ziel nicht auf! Fixiere und definiere es genau!Worte wie „irgendwie, irgendwo, irgendwann“ sind von nun an gestrichen!Lege für dein Ziel einen Zeitpunkt, bzw. einen Zeitplan für das Erreichen deines Zieles fest.

Definiere es genau! Statt zu sagen „schneller laufen“ heißt es z. B.: „Marathon in 2:55 Std“ vgl. „die guten Vorsätze“ oben.

 

realistisch bleiben Bleibe in deiner Zielsetzung realistisch – aber untertreibe nicht! Nichts ist schlimmer als am zu hoch gesetzten Ziel zu zerbrechen, ein zu niedrig gesetztes Ziel bringt jedoch nicht das gewollte und unbeschreibliche Hochgefühl des Glücks! Sei überzeugt von dir!
schriftlich Fixiere dein Ziel schriftlich! Möglichst so, dass du es täglich sehen kannst. Schon beim Aufschreiben deiner Ziele wirst du ein positives Gefühl spüren und jedes Mal wenn du deine Aufzeichnung siehst, wird es wiederkehren. Es erleichtert übrigens den oft steinigen Weg zum Erfolg, denn niemand hat gesagt es wird leicht… 😉
Präsens Formuliere dein Ziel in der Gegenwartssprache! Streiche ein weiteres Wort: „möchte“!„Den Marathon am … laufe ich in 2:55 Std“„Ich gewinne, das Rennen, die Meisterschaft, …“

 

positiv formulieren Auch die folgenden Worte sind aus dem Wortschatz gestrichen: „nicht, kein, nicht mehr“„Ich schiebe nichts mehr auf“ – „Ich packe es sofort an“„Ich bin kein Verlierer“ – „Ich bin Gewinner“

„Ich laufe nicht mehr hinterher“ – „Ich laufe ganz vorne“

 

 

Zitat aus der Werbung:

„Sie haben ihr Ziel erreicht!“

Und nun???

Ein Beispiel eines vermeintlich sehr glücklichen Mannes:

Dieser strebte lange der Erreichung seiner Ziele entgegen, nämlich, eine Karriere im Job, ein nettes Häuschen und eine Familie mit der er sein Glück teilen kann. Dies geht nicht von heute auf morgen und der Weg dahin ist meist kein leichter. Doch das Ziel vor Augen lässt ihn positiv an die Sache rangehen und auf dem oft steinigen Weg ist er voller Tatendrang und glücklich. Endlich hat er es geschafft. Mit seinem Gehalt als Geschäftsführer ist sein Traumhaus sicher finanziert und von der Terrasse aus kann er mit seiner hübschen Frau die gesunden gemeinsamen Kinder im Garten spielen sehen. Die Zeit verging und so glücklich wie er zu dem Zeitpunkt, als er zum ersten Mal auf seiner Terrasse saß, ja auch wie er auf dem Weg zur Erreichung seiner Ziele war, wurde er nie mehr…

Eros Ramazzotti (ital. Sänger) machte in einem Interview folgende Aussage.

„Man darf niemals glauben, am Ziel angekommen zu sein, was will man denn sonst noch, wenn man das Gefühl hat, bereits alles vom Leben erhalten zu haben – das Leben hat doch überhaupt keinen Sinn mehr, wenn man all seine Träume verwirklicht hat.“

Und damit trifft er den Nagel auf den Kopf! Jeder von uns ist sicher nach einem großen Wettkampf, bei dem er endlich genau das erreicht hat was er erreichen wollte in ein tiefes Loch gefallen. „Er hat sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht“, heißt es dann oft im Volksmund. Das mit dem Ausruhen ist ja nicht gerade falsch, denn gerade die Vorbereitung auf einen großen Wettkampf wie einen Marathon oder Triathlon ist sowohl physisch als auch psychisch sehr kräftezehrend. Nach dem erreichten Ziel ist eine Regeneration dringend notwendig, doch was in dieser Zeit genauso wichtig ist, ist

die Formulierung neuer Ziele!

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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