Running In A Winter Wonderland
26. Dezember 2010
Deutliche Verbesserung – zumindest der Gesundheit
4. Januar 2011
Show all
  • Silvesterlauf Pleinfeld
  • 31.12.2010
  • 9,5 km + Hobby- und
    Kinderläufe
  • profilierte Strecke, meist
    Schotter-, wenig Asphaltstraßen

Da es der letzte Lauf des Infinity-Läufer-Cups war, ließ ich das Jahr sportlich in Pleinfeld am Brombachsee ausklingen. Dass ich in der Cupwertung eine aussichtsreiche Position habe, wurde mir erst im Oktober beim Halbmarathon Schwabach bewusst. Die Serie besteht aus insgesamt 20 Läufen und während Kai Reissinger hier im ersten Halbjahr schon ordentlich Punkte sammelte, war sein Gesamtsieg zu dieser Zeit schon sicher. Dahinter wurde es aber zwischen Andreas Straßner, Erwin Zachmann und mir relativ eng. Nach dem Kunstweglauf in Rednitzhembach hatte ich mich an die zweite Position geschoben und diese wollte ich nicht mehr hergeben.

Obwohl ich in den letzten Wochen ständig von einem Infekt geplagt wurde, fühlte ich mich in der letzten Woche des zu Ende gehenden Jahres relativ fit. Ich bereitete mich nicht explizit auf den Wettkampf vor, sondern lief diesen direkt aus dem Training.

Die Strecke, die vom Sportzentrum in Pleinfeld durch den Wald nach Ramsberg, am Brombachsee entlang und wieder zurück nach Pleinfeld führte, war, wie sollte es im Winter 2010/2011 anders sein, unter einer geschlossenen Schneedecke. Dennoch haben sich die Streckenverwantwortlichen viel Mühe gegeben, die Wege ordentlich zu präparieren. Zum großen „Showdown“ des Läufercups waren selbstverständlich alle „Treppchenanwärter“ vor Ort. Zum ersten Mal stand ich hier auch mit Andreas Straßner am Start. Dieser machte vom Start weg auch gleich richtig Tempo. Jeder „in seiner Spur“, so lief ich Kopf an Kopf mit ihm, an der Spitze des Feldes, den ersten Kilometer. Noch vor Beendigung des zweiten Kilometer wechselte er auf meine Seite, hing sich zunächst an meine Fersen, ließ aber dann bei einem Anstieg abreißen. Ich forcierte etwas das Tempo und hatte, als es nach gut 3 Kilometer einen steilen Berg hinunter nach Ramsberg ging, einen komfortablen Vorsprung vor dem Zweiten.

Andreas hat irgendwann das Rennen verlassen, in Ramsberg war es Matthias Burkardt, der mir folgte. Am Ende des  besagten Berges wurde ich von einem Auto ausgebremst, um daran vorbeizukommen musste ich mich zwischen diesem und einer Schneewand vorbeikämpfen. Der Vorsprung schmolz etwas… Entlang des Brombachsees kam mir
mein Verfolger immer näher, auch eine zwischenzeitliche Tempoverschärfung, als es die Verhältnisse der Strecke zuließen, konnte daran nichts ändern. Kurz nach Kilometer 6 hatte Matthias direkten Anschluss. Anstatt die Führung zu übernehmen „erholte“ er sich scheinbar erst einmal von der Aufholaktion. Doch ein bisschen Erholung hätte mir zu diesem Zeitpunkt auch ganz gut getan. Diese hatte ich dann, als der Weg zu einem Pfad wurde, auf welchem man nicht überholen konnte, wenn man nicht bis zum Schienbein im Schnee laufen wollte. Ich nahm ein bisschen Tempo heraus, um für die letzten zwei Kilometer noch ein bisschen Kraft zu haben. Diese wurden dann richtig schnell! Auf einem leicht abfallenden Stück zog Matthias schließlich an mir vorbei. Ich hatte das Gefühl, meine Beine könnten sich gar nicht so schnell bewegen, als dass ich ihm folgen könnte! Auf den nächsten 200 Metern lief er schließlich einen Vorsprung heraus, den ich nicht mehr einholen konnte.

Als Zweiter erreichte ich mit reichlich Vorsprung vor dem Cup-Sieger Kai Reissinger das Ziel. Vierter wurde Erwin Zachmann, der sich den dritten Platz der Cup-Wertung sicherte. Die anschließende Siegerehrung (mit riesigem Kuchenbuffet) erinnerte an eine Weihnachtsbescherung. Die Gesamtsieger sowie die Altersklassensieger wurden mit echt tollen Preisen bedacht!

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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