Formel 1 Feeling in Neuss

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Siegertrio

Das spätere Siegertrio

Der Sommernachtslauf in Neuss war mein erstes richtiges Event als ASICS Frontrunner. Von den 50 Frontrunners, die Ende 2010 unter den vielen Bewerbern ausgewählt wurden, starteten in Neuss immerhin 22. Diesen wurde ein tolles Programm geboten, einzig das Wetter war nicht unbedingt „sommernachtslaufwürdig“. Doch während der Laufveranstaltungen blieb es weitgehend trocken. Das relativ kühle Wetter kam mir nach den vielen drückenden Tagen der letzten Zeit eher entgegen.

Das offizielle Programm begann für uns, nach dem Einchecken im Hotel am Rosengarten, um 13:30 Uhr mit der Fahrt in die nahegelegene ASICS Deutschland Zentrale. Dort wurde eigens für uns eine „Sonderschicht“ eingelegt und wir hatten die Möglichkeit die Showrooms von ASICS, bzw. Onitsuka Tiger zu besichtigen. Selbstverständlich wurde uns hier auch die brandneue Herbstkollektion präsentiert. Während sich die Damen eher um die topmodischen Textilien gesellten, hatten die Männer eher das Schuhwerk, hier besonders die kommende erweiterte Trailkollektion im Blick. Neben der ASICS 3D Foot-ID, gab es anschließend noch die Möglichkeit einige der Produkte der ASICS-Kollektion zu erwerben. Um für den bevorstehenden Lauf noch genügend Kräfte zu haben wurden wir hier, wie auch anschließend auf der ASICS-Party direkt im Zielbereich des Sommernachtslaufs bestens verpflegt.

Um 21 Uhr, nachdem es immer wieder schauerte, startete der Hauptlauf über 10 km. Die ca. 1,5 km lange Runde war insgesamt sechseinhalb mal zu umlaufen. Bei ca. 400 Startern war deshalb mit „starkem Verkehrsaufkommen“ zu rechnen.

Die Neusser Innenstadt war hierbei auf einem sehr winkeligen Rundkurs zu durchlaufen, auf dem es auf jedem Meter richtig gute Stimmung gab. Wenn man von „Stimmungsnestern“ sprechen möchte, so ist hier sicher der Bereich des Ziels, der ASICS-Party am Hamtorwall sowie der, mit Kneipen gespickten, Hamtorstraße zu nennen.

Die Strecke ist vermessen aber wegen der vielen winkligen Kurven die nicht alle optimal gelaufen werden können und des Slalomlaufs durch die überrundeten Teilnehmer kommen einige Meter mehr aufs Konto. So zeigte meine GARMIN Forerunner 610, der ich volles Vertrauen schenken kann, 10.096 Meter. Auf den ersten zwei Kilometern, die noch nahezu optimal gelaufen werden konnten, stimmte die Uhr mit der Kilometrierung 100% überein.

Doch obwohl ich es hier nicht mit einer schnellen Strecke zu tun hatte und jede enge Kurve sowie das Beschleunigen für Schmerzen in meiner Leiste/Oberschenkel sorgte machte der Rundkurs richtig Laune. Ich kam mir vor wie beim monegassischem Formel 1 Grand Prix (für Arme). Vor jeder Kurve musste man sich die richtige Taktik zurechtlegen: verzögere ich und bleib hinter dem Überrundeten auf der Innenseite, überhole ich außen, wann ziehe ich nach innen, komme ich noch vor der Kehre an dem Vordermann vorbei, etc. Wenn man sich erstmal damit abgefunden hat, hier keine Bestzeit laufen zu können, konnte man richtig Gefallen an diesen Taktikspielchen finden.

Leider musste ich schon zu Beginn den Kontakt zur Führungsgruppe abreisen lassen, da diese, mit den Frontrunnern Erik Hass, Christian Frank und Jens Bäss eine Pace von deutlich unter 3:20 min/km vorlegten, der ich weder folgen konnte noch wollte. So blieb ich auf den ersten zwei Kilometern exakt in meinem Fahrplan, 3:20 min/km zu laufen, wurde aber um drei bis fünf Sekunden langsamer, als die Überrundungen begannen.

Die drei machten am Ende das Treppchen in o.g. Reihenfolge in 33:32, 33:41 und 33:42 min unter sich aus. Ich folgte mit 34:18 min und konnte damit in Rückblick auf die letzten katastrophalen Wochen sehr zufrieden sein.

Im Anschluss ließen wir es uns auf der ASICS-Party gutgehen und konnten uns endlich nach Herzenslust am leckeren Buffet durchfuttern. Kurz nach 24 Uhr ging es zurück ins Hotel, denn für den nächsten Morgen hatte ich mich schon mit Erik und Jens zu einem gemeinsamen Lauf über 20 km verabredet.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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