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Knapp vor dem Duo Julia & Jens

Neusser Sommernachtslauf, die Zweite, hieß es für mich – Sommernachtslauf, die Dreißigste für die TG Neuss, denn bereits zum 30. Mal fand diese Traditionsveranstaltung auf dem winkeligen Kurs in Neuss statt. Die Stimmung in Neuss während der Veranstaltung sucht Ihresgleichen und obwohl der vermessene Kurs aufgrund der vielen engen Kurven und Überrundungen auf den 6 ½ Runden nicht Bestzeitzeiten würdig ist, bezeichne ich den Neusser Sommernachtslauf als eine der Veranstaltungen die man unbedingt besucht haben muss.

asics frontrunnerFür mich als ASICS-Frontrunner ist der Sommernachtslauf natürlich eine „freiwillige Verpflichtung“ der ich liebend gerne nachkomme. Über 30 Frontrunner sind in diesem Jahr der Einladung von ASICS gefolgt und sorgten so für das „gewisse Extra“. Wie im letzten Jahr kamen wir auch diesmal wieder in den Genuss, die heiligen Hallen von ASICS, unweit des ASICS-Zentrallagers für Mitteleuropa, zu besichtigen und einen Blick auf die neueste Kollektion des Frühjahrs 2013 zu werfen. Desweiteren durften wir unsere ohnehin schon perfekte Ausstattung im Musterverkauf erweitern. Mit vollen Taschen erreichten wir schließlich wieder unser Hotel, Novotel Am Rosengarten, und machten uns bereit für den Fußmarsch zum Veranstaltungsgelände.

Im Zentrum der 1,6 km Runde sorgte ASICS mit einem eigens für uns errichteten Areal, mit Massagemöglichkeiten, Getränken und einem leckeren Buffet inklusive Grillfleisch für eine perfekte Versorgung. Doch vor der Kür, die Pflicht. Die „Pflicht“ war in diesem Fall für die meisten der Frontrunner, der 10-km-Lauf, welcher um 18:35 Uhr startete. Wie bereits erwähnt geht es hierbei im Zickzack-Kurs durch die Neusser Innenstadt, vorbei an zwei Musikbands (oder war das eine „nur“ eine Musikanlage?) und durch einen endlosen Zuschauerkanal. Wer Stimmung sucht, der wird sie in Neuss finden!

Ein besonderer Augenschmaus muss es gewesen sein, als wir Frontrunner uns an die Spitze des Starterfeldes begaben. Mehr oder weniger einheitlich, aber selbstverständlich alle komplett im ASICS-Dress, eine Phalanx aus professionell gekleideten Athleten. 😉

Mehr Schein als Sein? Mit Nichten! Denn mit Fabian Borggrefe und Dietmar Bier, standen Nummer 1 und 2 der DM HM (AK40) und Athleten wie Erik Hass, Johannes Weingärtner, Bruno Schumi, Jan-Erik Kruse, um nur einige wenige Topläufer zu nennen, im Dienste der ASICS-Frontrunner. Auch bei den Damen waren die Favoriten in unseren Reihen; u. a. Julia Viellehner, Sonja Oberem – einer weiteren Erklärung bedarf es sicher nicht. Dementsprechend fanden sich die o. g. Namen schließlich auf der Ergebnisliste ganz oben. Das anschließende leckere Buffet haben sich alle von uns durch ihre ausgezeichneten Leistungen verdient, besonders zu erwähnen sind aber sicherlich die 31:41 Min. von Fabian Borggrefe, die auf dieser Strecke gar nicht hoch genug einzuschätzen sind!

Ich erwartete eigentlich nicht allzu viel von meiner Leistung. Natürlich war ich bereit, alles zu geben, aber nach dem Ultra, drei Wochen vorher, nur einem schwerfälligen Tempotraining danach und kaum Tempotraining davor, hoffte ich auf eine Zeit von „irgendwie unter 36 Min.“.

Das war auch ungefähr die Zeit, welche Julia laufen wollte. Ich hätte mich gerne als Tempomacher angeboten, aber wegen der Ungewissheit, ob ich dies dann auch laufen könne, nahm ich davon Abstand. Mit Jens Bäss fand sich ein perfekter Tempomacher, der trotz längerer Verletzungspause ganz sicher dieses Tempo durchlaufen konnte. Ich schloss mich anfangs den Beiden an, wobei der erste Kilometer in 3:16 deutlich zu schnell war. Ab dem dritten Kilometer „rollte ich mich schließlich“ ein, konnte mich ein wenig absetzen und sogar vor mir liegende Athleten einholen. Ab km 6 wurde ich zwar sukzessive etwas langsamer, aber ich versuchte weiterhin so viel Druck wie möglich zu machen. Denn mit der Durchgangszeit von knapp über 17 Min. sollte eine „34“ am Ende doch möglich sein. Die Kurven lief ich meist recht weit außen, denn trotz des Umwegs sparte ich mir so ein wenig mehr Zeit, als wenn ich durch die Läufermassen im Kurveninneren jedes Mal aus dem Tritt gekommen wäre. Mit letzten Kräften auf der letzten Runde rettete ich mit 34:39 Min. überraschend und relativ deutlich eine Zeit von unter 35 Minuten. Im Vergleich zum letzten Jahr (34:18 Min), als mein Training aus deutlich mehr Tempoeinheiten bestand, ist dies ein toller persönlicher Erfolg.

Knapp vor dem Duo Julia & Jens

Über allen Erfolgen stand jedoch meiner Meinung nach die Stimmung unter uns Frontrunner. Es ist unbeschreiblich wie stark das Zusammengehörigkeitsgefühl ist, die Unterstützung die wir uns gegenseitig geben und die Freude über erreichte Erfolge, die einem zuteilwird, findet sich leider in kaum einem Verein. Hier haben die ASICS-Juroren ein wirklich glückliches Händchen bewiesen, als sie aus dem gesamten Bundesgebiet diesen bunten Haufen Laufsportler (nahezu) aller Leistungsklassen ausgewählt haben. Die direkte Betreuung durch Sonja Oberem und Carsten Eich macht dieses Team perfekt!

Bis fast 2 Uhr saßen wir noch in geselliger Runde an der Hotelbar und lauschten und erzählten von sportlichen Höhepunkten, lustigen Geschichten und großen Erfahrungen. Selbstverständlich standen die meisten von uns am nächsten Morgen pünktlich auf der Matte um in mehreren Gruppen die zwei Tage mit einem (mehr oder weniger) lockeren Lauf zu beschließen. Nach dem Frühstück machten wir uns schließlich auf den Weg kreuz und quer durch die Republik. Was bleibt sind die Erinnerungen an zwei perfekte Tage und die Vorfreude aufs nächste Treffen.

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

1 Comment

  1. […] mich – für Carsten bereits zum Zweiten und treffender wie in seinem schönen Bericht, kann man das Wochenende eigentlich nicht […]

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