Sportverletzungen

Unrhythmisch
16. September 2012
Mizuno Breath Thermo
20. September 2012
Show all

 

Einleitung – Prävention

Achillessehnenbeschwerden

Schienbein- und Knochenhautreizung

Kniebeschwerden

Schmerzen im Fußgelenk

Entzündung der Fußsehnenplatte (Plantarsehne)

Rückenbeschwerden, Ischias

Muskelkrämpfe, Muskelzerrung, Faserriss

Ermüdungsfrakturen

Läufer haben fast zehnmal weniger Unfälle und Verletzungen als Fußballer. Dennoch hat jeder Läufer in seinem Leben mal mehr, mal weniger mit Verletzungen zu kämpfen. Zugegebener Maßen entspringen viele dieser Verletzungen aus der eigenen Unvernunft oder falschem Ehrgeiz.

Auf den Körper hören – Ursachen erforschen statt Symptome bekämpfen

Mit auftretenden Schmerzen möchte uns unser Körper mitteilen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Am einfachsten sind die Symptome der Ursache zuzuordnen, wenn es sich um eine äußere Verletzung (z. B. aufgeschlagenes Knie) handelt, auch eine innere Verletzung in Form eines Bänderrisses ist noch relativ einfach auszumachen, wenn um die verletzte Stelle das Gewebe angeschwollen ist, bzw. sich ein Bluterguss gebildet hat. Schwieriger wird es oft bei Entzündungen, da diese äußerlich meist nicht gleich zu erkennen sind und oft auch nicht aufgrund eines plötzlich eintretenden Ereignisses (Umknicken, Sturz, etc.) entstehen. Gerade hier ist eine genaue Ursachenforschung sehr wichtig. Denn die Entzündung kann zwar die Ursache der Schmerzen sein, aber die Ursache der Entzündung ist evtl. ganz wo anders zu suchen (z. B. Fehlstellung). Nach der „erfolgreichen Bekämpfung“ der Entzündung, ist die Ursache nach wie vor vorhanden und bei der Wiederaufnahme des Trainings wird es höchstwahrscheinlich wieder zum selben Problem kommen.

Doch wie gehen wir meistens vor, wenn es irgendwo zwickt? Ein Griff in den Medikamentenschrank lässt die Schmerzen schnell vergessen. Ob es nur ein Säureblocker bei Sodbrennen ist, es sich nur um ein Abführmittel handelt, die einfache „Aspirin“ oder sogar „Diclofenac“ bei Schmerzen – die Ursache beseitigen diese Maßnahmen nicht. Das Ergebnis ist schließlich das Magengeschwür oder die Knieoperation.

Die Schmerzursache zu bekämpfen ist mühsam und erfordert in vielen Fällen eine grundlegende Veränderung in unserem Verhalten. Dies kann in Form einer Ernährungsumstellung, spezieller Kräftigungsübungen, einer allgemeinen Trainingsumstellung stattfinden oder gar mit einem Besuch beim Zahnarzt enden, da Probleme im Kieferbereich sich auf den gesamten Körper übertragen können. In jedem Fall ist dies auf Dauer gesehen der bessere Weg, um im Leben und beim Laufen wirklich voranzukommen.

Was kann ich tun, derartige Probleme zu vermeiden?

Intensität und Umfang erst nach erfolgter Adaptation steigern. Dem Körper Zeit geben, sich an das neue Belastungsniveau zu gewöhnen

Alarmsignale des Übertrainings beachten: Abgeschlagenheit, Verspannungen, Schmerzen an der Knochenhaut des Schienbeins, an der Achillessehne oder im Knie

Auf eine Verletzung oder auftretende Schmerzen sofort reagieren

Bewegungsapparat nicht unnötig belasten – z. B. Übergewichtige, falsches Schuhwerk, falscher Laufstil, Untergrund, „Downhilltraining“ etc.

Ein- und Auslaufphase des Trainingsinsbesondere bei Intervalltraining oder Tempodauerläufen beachten. Hierdurch wird der Stoffwechsel angekurbelt und die Muskulatur durchblutet, sowie die Körpertemperatur erhöht und die Gelenke geschmiert. (Vgl. „Kaltstart beim Auto“) Das Auslaufen dient dem Abbau der Abfallprodukte des Muskelstoffwechsel

Beim Eintreten einer Verletzung „PECH“-Regel beachten

Kleinere Probleme müssen nicht unbedingt zur Trainingspause führen. Manchmal kann schon eine Reduzierung des Umfangs oder des Tempos oder ein Cross- oder Alternativtraining (Radfahren, Aquajogging) sinnvoll sein

Läufertypische Verletzungen

Achillessehnenbeschwerden

Über kaum eine andere Verletzung wird unter Läufern so viel philosophiert wie über die an der Achillessehne. Daran erkennt man schon, dass es viele Ursachen gibt, welche oft auch untereinander kombiniert sind, die zu derartigen Beschwerden führen können. Die Achillessehne ist die Verlängerung der Wadenmuskulatur und hat ihren Ansatz am Fersenbein.

Mögliche Ursachen:

–       Zu flottes Training?

–       Zu oft und zu lange trainiert?

–       Das Training zu schnell gesteigert?

–       Unebener Untergrund oder weiche Sandwege?

–       Zu viel bergauf gelaufen oder allgemein einseitiges Vorfußlaufen?

–       Mit Spikes trainiert?

–       Fehlstellung – Überpronation?

–       Damen: Im Alltag hohe Absätze?

–       Alte oder falsche Trainingsschuhe?

–       Scheuert die Fersenkappe an der Achillessehne?

Maßnahmen:

–       Dehnen der Wadenmuskulatur (präventiv)

–       Trainingsintensität und –umfang reduzieren

–       Vorfußlaufen (auch Berglauf) vermeiden

–       Glatten Untergrund bevorzugen

–       Vor dem Training wärmen (Infrarot, Fußbäder)

–       Nach dem Laufen kühlen (Wechselbäder, Quarkwickel)

–       Ggf. orthopädische Einlagen zur Erhöhung des Absatzes

–       Alternativ: Schwimmen, Aquajogging, Radfahren (ohne Druck auf den Vorfuß)

Schienbein- und Knochenhautreizung

Vor allem Laufanfänger und Wiedereinsteiger haben zu Beginn stechende Schmerzen an der Vorderseite und am seitlichen Schienbein. Dies rührt von einer Überlastung der Fußstreckermuskulatur.

Ursachen:

–       Vorfuß wird zu hoch gehoben

–       Verdrehen des Schien- und Wadenbeines durch Fehlhaltung

–       Falsches Schuhwerk

–       Übergewicht

Maßnahmen:

–       Pausieren

–       Kühlen der gereizten Stellen

–       Laufanalyse

–       Stärkung der Schienbeinmuskulatur (bea. Adaptation)

–       Dehnen

–       Alternativtraining: Radfahren, Schwimmen, Aquajogging

Kniebeschwerden

Das Knie ist ein sehr komplexes Gelenk, welches zudem noch eine Menge Stöße absorbieren muss, Insbesondere bei Fehlstellungen sind Beschwerden fast unumgänglich. Beschwerden können  vom Sehnenansatz oder Meniskus her rühren oder ihren Auslöser in einer Entzündung des Knorpels haben.

Ursachen:

–       Fehlstellung (X-, O-Bein)

–       Fußfehlstellung

–       Trainingsüberlastung

–       Viel Bergablaufen

–       Falsches / altes Schuhwerk

–       Verkürzte Oberschenkelmuskulatur

–       Übergewicht

Maßnahmen:

–       Trainingsreduzierung

–       Laufanalyse

–       Hochlagern bei Schwellungen

–       Kühlen der betroffenen Stelle

–       Dehnen der Oberschenkelmuskulatur

–       Alternativ: Schwimmen, Radfahren, Aquajogging, Nordic Walking

Schmerzen im Fußgelenk

Das Fußgelenk ist angesichts der Last, die es tragen muss, relativ filigran. Ein Umknicken während des Laufens, also wenn deutlich mehr als das eigene Körpergewicht darauf wirkt, kann weitreichende Folgen haben. So können Bänder überdehnt werden oder gar reißen und sich entzünden. Meist geht dies mit einem Bluterguss und einer Schwellung des Fußgelenks einher.

Ursache:

–       Unebener Boden, Bordsteinkanten, Unachtsamkeit

–       Überbewegliche Gelenke

Maßnahmen:

–       Trainingsschuh zunächst anlassen, da der Fuß sonst noch stärker anschwellen kann

–       Baldmöglichst hochlagern und viel kühlen

–       Kompressionsbandage

–       Ggf. Röntgenaufnahme

–       Bei An-, Abriss ggf. Stabilisierung der OP vorziehen

–       Bei häufigem Umknicken festeres Schuhwerk

–       Alternativ: Radfahren

Entzündung der Fußsehnenplatte (Plantarsehne)

Im Fußgewölbe verlaufen einige Sehnen. Eine sehr dicke von ihnen ist die Plantarsehne. Ist diese gereizt oder entzündet, fühlt es sich oft an, als würde man ständig in einen Nagel treten.

Ursachen:

–       Überlastung durch zu intensives / umfangreiches Training

–       Vorfußlaufen

–       Absinken des Fußgewölbes

–       Falsches Schuhwerk (zu wenig Vorfußdämpfung – Wettkampfschuhe)

Maßnahmen:

–       Fersenlauf statt Vorfußlauf

–       Dehnen der Fußmuskulatur

–       Einlagen mit Weichbettung

–       Ruhigstellung

–       Alternativ: Radfahren

Rückenbeschwerden, Ischias

Wer kennt nicht das Stechen im Rücken oder die Verspannung, die sich über den ganzen Rücken, die Gesäßmuskulatur bis in die Beine zieht.

Ursachen:

–       Anatomische Fehlstellung

–       Muskuläre Dysbalance

–       Einseitige Fehlhaltungen (Sitzen)

–       Beckenschiefstand

–       Beinlängendifferenzierung

Maßnahmen:

–       Bewegungsmangel durch Laufen vorbeugen

–       Lauftraining durch Kräftigungsübungen ergänzen (Rumpf, Bauch)

–       Dehnen des Hüftbeugers, Oberschenkelvorderseite, rückwärtige Bein- und seitliche Gesäßmuskeln

–       Sitzhaltung korrigieren

–       Krankengymnastik, Orthopäde

Muskelkrämpfe, Muskelzerrung, Faserriss

Nächtliche Krämpfe in den Waden, ein plötzliches Stechen im Muskel während der Belastung; diese Zustände deuteten sich meistens schon durch verspannte, verhärtete oder verkürzte Muskulatur an.

Ursachen:

–       Überforderung des jeweiligen Muskels

–       Flüssigkeits-, Mineralstoff oder vor allem Kochsalzmangel

–       Schlechte Ernährung

Maßnahmen:

–       Bei akutem Krampf, dehnen des betroffenen Muskels

–       Stretchingübungen

–       Genügend trinken

–       Natriumreiches Mineralwasser, Salzkapseln

–       Faserriss und Zerrung mit Eis kühlen

–       Kompressionsverband, Hochlagerung

–       (mehrwöchige) Laufpause

–       Entzündungshemmende Mittel in Absprache mit dem Arzt

–       Alternativ: Schwimmen, Radfahren

Ermüdungsfrakturen im Sport

Ermüdungsfrakturen, auch Stressfrakturen genannt, gehören zu den häufigsten Verletzungen in Folge einer Überlastung bei Sportlern. Zwei Drittel der Betroffenen sind Läufer, insbesondere Leichtathleten.

Die häufigsten Ermüdungsbrüche sind: Schienbein, Mittelfußknochen, Oberschenkel(-mitte), Wadenbein, Becken, Arme

Die Einteilung der Ermüdungsbrüche und knöchernen Stressreaktionen erfolgt anhand der Ergebnisse der Kernspintomografie in die folgenden Schweregrade:

Grad I            knochenmantelnahe Schwellung

Grad II           Gewebsveränderung (Ödem) im Knochenmarksbereich sowie am Knochenmantel

Grad III          verstärkte Gewebsveränderung (Ödem) im Knochenmark

Grad IV          sichtbare Fraktur

Symptome

In den meisten Fällen beginnt die Symptomatik bei den Stressfrakturen schleichend, so dass der Sportler anfangs nur einen leichten Schmerz im Bereich des veränderten Knochens bemerkt. Die Schmerzen treten unter Belastung auf und sind im Ruhezustand wieder verschwunden. Typisch ist ebenfalls, dass der Schmerz – im Gegensatz zu den Sehnenerkrankungen und Reizungen – unter Belastung auch nicht nach der Aufwärmphase verschwindet.

Gerade in der Frühphase wird eine veränderte Schmerzwahrnehmung bei Änderungen des Trainingsumfangs, der Trainingsintensität, einer veränderten Technik oder veränderten Dämpfung (Laufuntergrund, Schuhe) beobachtet. Bei der Untersuchung findet sich ein gut lokalisierbarer, fast punktförmiger Druck- und Klopfschmerz im Bereich einer nicht selten tastbaren Schwellung am schmerzhaften Knochenabschnitt. Diese Schwellung fällt als eine Umgebungsreaktion des Bruchbereichs oft zuallererst auf.

Ein typischer Funktionsverlust, wie bei einer Verletzung oder einem Unfall findet sich nur sehr selten. Schwellungen, die sich über Wochen nicht zurückbilden und unter Belastung schmerzen, sollten den Verdacht einer Stressfraktur nahe legen, sofern eine hohe Belastung vorausgegangen ist.

Diagnose

Stressfrakturen gehören zu den Überlastungsschäden des Bewegungsapparates, die oft erst spät erkannt werden. Stellt sich ein Sportler mit schmerzhaften Beschwerden im Bereich eines Knochens bei einem Arzt vor, muss dieser zumindest an einen Ermüdungsbruch und Überlastungsreaktionen des Knochens denken.

Zu Beginn erfolgen die körperliche ärztliche Untersuchung sowie die Erörterung der Beschwerdesymptomatik mit der Frage nach Ernährungs- und Essgewohnheiten und bei weiblichen Sportlern auch nach Menstruationsstörungen. Sollte sich auf den zunächst angefertigten Röntgenaufnahmen kein Hinweis auf eine Stressfraktur zeigen, so sollte ein bis zwei Wochen später eine zweite Röntgenaufnahme erfolgen. In den ersten zwei bis drei Wochen nach Beginn der Symptome sind häufig keine Veränderungen auf den Röntgenaufnahmen auszumachen. Bei bereits sehr lange bestehenden Beschwerden kann auf den Röntgenaufnahmen ein älterer Ermüdungsbruch entdeckt werden. Um die Bruchlinie findet sich dann eine so genannte Kallusbildung (spindelförmige Verdickung).

Eine weitere Untersuchungsmethode ist die Kernspintomografie. Die Kernspintomografie ermöglicht neben einer frühzeitigen Diagnose auch eine Einteilung der Ermüdungsfraktur, die Konsequenzen für die Therapie zur Folge hat. Diese Auswertung der einzelnen Aufnahmen ermöglicht es, unterschiedliche Gewebsqualitäten exakt darzustellen, um Auffälligkeiten zu erkennen. Ebenso die Röntgenaufnahme sowie die Knochenszintigrafie dienen zur Abklärung eines Ermüdungsbruches.

Ursachen

Ermüdungsbrüche entstehen unter bestimmten Bedingungen als Folge einer lang andauernden und sich ständig wiederholenden Belastung des Knochens. Sie können bei normalen Belastungen und hoher Wiederholungszahl, aber auch bei sehr intensiven Belastungen auftreten.

Zu einer Fraktur kommt es, wenn im Sinne einer Materialermüdung die Toleranzgrenze des Knochens überschritten wird. Im Knochengewebe kommt es bei ständiger Überbelastung zur Störung des Gleichgewichts des sich ständig auf- und abbauenden Knochengewebes. Dabei führt die Dauerbelastung des Knochens zu Anpassungsvorgängen mit Knochenwandverdickungen bis hin zur Ausbildung eines Risses und bei fortbestehender Beanspruchung schließlich zum Bruch. Dieser Knochenbruch ist nur sehr selten vollständig.

Die Rolle der Muskulatur bei der Entstehung von Ermüdungsfrakturen ist nicht eindeutig geklärt. Einerseits wird behauptet, dass eine kräftige Muskulatur eine prophylaktische Bedeutung für die Vermeidung von Stressfrakturen besitzt und für eine gleichmäßige Verteilung der Zugspannungen an den Muskelansätzen sorgt. Andererseits entstehen gerade an den Muskelansätzen Stressfrakturen.

Eine weitere Ursache für die Entstehung einer Stressfraktur können bei weiblichen Sportlerinnen Störungen des Menstruationszyklus sein. Dabei können niedrige Östrogenspiegel (Hormon der Eierstöcke) neben einem Ausbleiben der Menstruation zu einer Verringerung der Knochenmasse ähnlich der Osteoporose führen und damit eine Stressfraktur begünstigen.

Therapie

Die Behandlung von Stressfrakturen und beginnenden Ermüdungsbrüchen hängt vom Zeitpunkt der Diagnose, dem Grad der Schädigung und der Lokalisation ab. Ziel der Therapie ist die vollständige Ausheilung der Fraktur sowie die Rückbildung der knöchernen Umgebungsreaktion mit der vollständigen Wiederherstellung der Belastbarkeit.

Wesentliches Behandlungsprinzip im Grad I und II ist es, alle Aktivitäten des Sportlers unterhalb der Schmerzgrenze zu halten und dem Körper ausreichend Zeit zu geben, die entzündlichen Veränderungen am Knochen zu überwinden. Diese Behandlung gilt in diesem Stadium als ausreichend und unterstützt aktiv das „Remodeling“ des überbeanspruchten Knochengewebes. Radfahren, Schwimmen und Aquajogging sind ohne Einschränkungen möglich.

Stressfrakturen mit im Röntgen nachgewiesenem Frakturspalt (Bruchspalt) bzw. Grad III oder Grad IV in der Kernspintomografie im Bereich des Wadenbeins, der Mittelfußknochen, des Fersenbeins oder des Beckens sind unproblematisch und heilen bei alleiniger Trainingspause nach 6-8 Wochen aus.

Als problematisch gelten Stressfrakturen an folgender Lokalisation: Schenkelhals, Oberschenkelknochen, mittleres Schienbein, Kahnbein und Mittelfußknochen des Kleinzehenstrahls. Frakturen in diesem Bereich erfordern eine wesentlich längere sowie eventuell eine Ruhigstellung in einem Gips oder einen operativen Eingriff.

Operativ behandelt werden häufig Stressfrakturen des Schenkelhalses sowie des Schienbeinschafts wegen der verzögerten oder unvollständigen Heilung in diesem stark beanspruchten Bereich. Auch Mittelfußstressfrakturen bei Leistungssportlern werden heute häufig operativ behandelt, um eine langwierige Behandlung im Liegegips zu vermeiden.

Nach der Phase der Ruhigstellung (ca. 2-4 Wochen) ist mit einer vorsichtigen Belastungssteigerung und Physiotherapie die Heilung fortzusetzen. Schon nach vier bis acht Wochen, je nach Röntgenbefund und Lokalisation kann wieder mit leichtem Training begonnen werden.

In der Anfangsphase der Behandlung steht vor allem eine Schmerzerleichterung im Vordergrund. Geeignet für eine gute Schmerzbehandlung sind kurzwirksame Antirheumatika. Begleitend kann eine medikamentöse Therapie mit Kalzium- und Vitaminpräparaten erfolgen.

Prophylaxe

Zur Vermeidung von Stressfrakturen sind ein gut an die Belastbarkeit des Sportlers angepasstes Trainingsprogramm sowie gute und ausreichend stoßdämpfende Laufschuhe oder speziell angepasste Einlagen notwendig.

Bei Leistungssportlern ist eine sportmedizinische Betreuung zu empfehlen. Eine Erwärmungsübung sollte vor jeder Trainingsbelastung erfolgen.

Eine ausgewogene Ernährung ist für die sportliche Leistungsfähigkeit ohnehin erforderlich und dient der ausreichenden Versorgung des Körpers mit allen notwendigen Substanzen.

Quellen:

Das große Laufbuch – Autor: Herbert Steffny

Martina Diesk (Ermüdungsbruch)

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.