Bayerische Halbmarathon Meisterschaft

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Ich habe eigentlich, trotz ursprünglichen Vorhabens, nicht mehr damit gerechnet, doch sieben Tage vor der Bayerischen Meisterschaft im Halbmarathon, wurde ich vor vollendete Tatsachen gestellt: „Du läufst“.

Trotz der bärenstarken Mitglieder in der Skivereinigung Amberg sollte ich am Sonntag der dritte Mann in der Halbmarathonmannschaft sein. Ok, so schlecht bin ich derzeit gar nicht drauf, dies allerdings gemessen an Distanzen jenseits der 42 Kilometer. Selbst für einen Marathon habe ich viel zu wenig Tempoarbeit geleistet. Also änderte ich tags darauf meinen Trainingsplan und statt eines langen Laufes entschied ich mich für einen 18 km Tempodauerlauf – eine etwas ungewöhnliche Wettkampfvorbereitung. Doch ich wollte einfach mal sehen, was ich laufen kann. Eine Pace von 3:32 min/km zeigte mir meine GARMIN am Ende der Einheit an. Na gut, das muss also in jedem Fall für eine 1:13 reichen – ich bin dabei! (Als wenn ich eine Wahl gehabt hätte…)

Gemeinsam mit Michael Lang und Patrick Zimmermann trat ich am Sonntag Morgen die Reise in den äußerst östlichen Zipfel Bayerns, nach Ruhstorf an der Rott, an. Dort erwartete uns eine, wie ich finde, perfekte Strecke. Auf den sieben zu laufenden Runden waren keine engen Kurven zu laufen. Zwar wurde der Asphaltbelag von einem 90 Meter langen Schotterstück unterbrochen, doch das ließ sich gut laufen. Auch der minimale Anstieg, jeweils zur Hälfte der Runde, war leicht zu überwinden.

Pünktlich – wie es sich für eine Meisterschaft gehört – um 10:30 Uhr, wurden die 172 Teilnehmer/innen auf die 21.097 Meter losgelassen. Während sich die Favoriten gleich etwas Luft verschafften, wurde es für die Verfolger in ihren Gruppen hin und wieder etwas eng. Minimale Rempeleien, ständige Wechsel von rechts nach links und umgekehrt, auf der Suche nach der vermeintlichen Ideallinie – alles ganz normal, wenn das Adrenalin in Strömen fließt und eben auf solchen „schnellen Strecken“.

Während mein Vereinskollege Michael die Flucht nach vorne suchte – mit einer angepeilten 1:10 hat er da durchaus Medaillenchancen – hielt ich mich in der großen Verfolgergruppe auf. Um etwas mehr Raum zu haben arbeitete ich mich hier etwas nach vorne und heftete mich an die Fersen von Bruno Schumi. In der dritten Runde musste ich jedoch etwas abreißen lassen. Zwar fühlten sich meine Beine richtig gut an, aber ich bekam leichte Bauchkrämpfe, die sich im Laufe der folgenden vier Runden noch deutlich verstärkten. Ich verzichtete deswegen auf Aufnahme von Iso und Wasser, trotzdem verkrampfte sich mein Bauch in immer kürzeren Abständen.

Mein Lauf – im Schnitt zwar nur wenig langsamer geworden – war wie ein Lauf am Gummiseil. Mal konnte ich den Konkurrenten nicht mehr folgen, dann schloss ich wieder auf und überholte, bis der nächste Krampf kam. Auf der letzten Runde musste ich dann doch deutlich abreißen lassen. Doch nach 1:13:46 Std. überquerte ich die Ziellinie. Eine Zeit die ich mir vorgenommen hatte und mit der ich durchaus sehr zufrieden bin.

Durch die Glanzleistung von Michael mit einer 1:10:42 Std, was den dritten Gesamtrang und somit die Bronzemedaille der Bayerischen Meisterschaft bedeutete und dem couragierten Lauf von Patrick Zimmermann, der trotz längerer Trainingspause an den Meisterschaften teilnahm, konnten wir in der Mannschaft den dritten Platz in der Meisterschaft feiern.

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Ergebnisse hier

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

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