Saisonabschluss auf der Alb und in Frankfurt

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Ehrung der ASICS-Frontrunner des Jahres

Saisonabschluss – und was für einer!

Das Finale im Europacup der Ultramarathons im Rahmen des Schwäbisch-Alb-Marathons und im Anschluss nach Frankfurt, wo der große Jahresabschluss der ASICS-Frontrunner am Abend vor dem Frankfurt-Marathon stattfindet. Geplant war mein Saisonabschluss in genau der gleichen Art und Weise bereits im Vorjahr. Doch eine Verletzung hinderte mich am Start auf der Alb und somit an der erfolgreichen Beendung der Cupwertung. Den mittlerweile obligatorischen Frontrunner-Abend ließ ich mir jedoch nicht nehmen. 2013 ging ich auf Nummer sicher, denn mit bereits drei Wertungsläufen auf dem Konto sollte ich definitiv eine Rolle in der Endwertung des Europacups spielen. Besser noch, mit meinen Gesamtsiegen in Tschechien und Slowenien, sowie dem zweiten Platz am Rennsteig, war mir der Europacupsieg nicht mehr zu nehmen.

Völlig entspannt konnte ich somit bei meinem ersten Start in Schwäbisch Gmünd die 50 km mit gut 1.000 Höhenmetern angehen – zumindest hätte ich dies tun können… Doch einen Wettkampf läuft man nicht einfach nur so – und die Strecke über die drei Kaiserberge garantiert nicht entspannt. Das Starterfeld versprach viel auf dem Papier. Neben dem gemeldeten Rennsteiglaufrekordler Christian Seiler, dem Vorjahreszweiten Kay-Uwe Müller, dem Schweizer und Biel-Zweiten Rolf Thallinger, dem Ulm-Sieger Richard Schumacher, dem Sieger des Rechberglaufes 2012 Fabian Schnekenburger sowie dem „Thüringen-Ultra“ Streckenrekordler Marcus Baldauf standen mit Benoit Charles-Mangeon und Matthias Dippacher, zwei ehemalige Sieger des Albmarathons an der Startlinie. Es würde ganz sicher nicht leicht werden, dennoch hoffte ich auf einen „Stockerlplatz“, wenn alles optimal läuft. Trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem Höhenprofil war ich überrascht wie schwer die Strecke wirklich ist und nach den ersten Kilometern um 3:30 Min. ließ ich es am ersten langen Anstieg zum Hohenstaufen etwas ruhiger angehen. Die Top 3 waren zwar bereits weg, 50 Kilometer sind aber lang und es kann noch viel passieren. Mir war jedoch durchaus bewusst, dass dies insbesondere mir selbst gilt. Der München Marathon zwei Wochen zuvor steckte mir, wenn auch nicht auf Anschlag gelaufen, doch noch in den Beinen.
wpid-01.jpgNach dem 25-km-Ziel am Rechberg, welches ich nach 1:47 Std. durchlief, heftete ich mich an die Fersen des Schweizers Thallinger. Doch nach dem steilen Abstieg fand ich keinen runden Schritt mehr und musste noch mehr Tempo herausnehmen. Wenig später kamen auch noch Krämpfe hinzu. Zwar konnte ich nochmal auch Benoit aufholen, der ähnlich schlecht konstituiert war wie ich, doch mein Verfall schritt deutlich schneller voran und die letzten 15 – und eigentlich einfachsten – Kilometer

schwer, sehr schwer...

schwer, sehr schwer…

des Laufes, waren die grausamsten und langsamsten der Saison. Irgendwie schleppte ich mich ins Ziel, welches ich als Gesamt 10. erreichte. Die Leistung an diesem Tag war sicher nicht der eines Cupsiegers würdig, dennoch konnte ich die tolle Atmosphäre an diesem herrlichen Herbsttag genießen. Christian Seiler wurde natürlich seiner Favoritenrolle gerecht und stellte in 3:07 Std. einen famosen Streckenrekord auf.

Bei der Europacupwertung durfte ich schließlich auf der obersten Stufe stehen. Ein tolles Gefühl, wenn doch auch in den letzten Monaten nicht alles optimal velaufen ist. Ich habe das Beste daraus gemacht und gehe gesund und glücklich in die Saisonpause.

Siegerehrung Europacup

Siegerehrung Europacup

Doch der Tag sollte noch nicht vorbei sein und der Abend setzte noch das „i-Tüpfelchen“ auf das Erreichte.


Frontrunner-Treffen in Frankfurt am Main

Nach einer Hatz über die Autobahnen der Republik traf ich kurz nach halb neun im Maritim-Hotel an der Frankfurter Messe, direkt an der Startlinie des tags darauf stattfindenden Marathons, ein. Den Alb-Marathon in den Beinen, die Endorphine des Sieges im Blut, den Stress der Autofahrt im Kopf betrat ich einen vollbesetzen festlichen Saal. Ehemalige und aktive Spitzensportler des Langstreckenlaufs und des Triathlons – wie Dieter Baumann, natürkich unsere „Ober-Frontrunner“ Sonja Oberem und Carsten Eich sowie Jan Frodeno um nur ein paar Namen zu nennen -, die Köpfe von ASICS Europa und Deutschland, herausragende Sportfachhändler und ein Großteil der ASICS-Frontrunner hatten soeben das vorzügliche Buffet genossen und warteten auf den offiziellen Teil des Abends. Ein Glück, ich war noch pünktlich und konnte so nicht nur meinen hungrigen Magen stillen sondern auch den Begrüßungsworten der Redner folgen. „Racedirector“ Jo Schindler nahm sich extra Zeit um uns einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des zweitgrößten deutschen und zweitschnellsten Marathon der Welt zu gewähren. Im Anschluss wurden schließlich die Frontrunner des Jahres gekürt. Ein Jeder von uns war in diesem Jahr aufgerufen eine Frau und einen Mann aus den eigenen Reihen zu benennen. Bei einer so gigantischen Auswahl war dies alles andere als leicht, denn verdient hätte es jede(r). Dies bestätigte sich auch durch das kollektive und zustimmende Kopfnicken als die jeweils ersten drei Plätze aufgerufen wurden. Ich fiel dann aber aus allen Wolken, als letztendlich mein Name für den Frontrunner des Jahres fiel. Vielen Dank nochmal auf diesem Weg für die große Ehre, die mir auf diese Art und Weise zuteil wurde.

Ehrung der ASICS-Frontrunner des Jahres

Ehrung der ASICS-Frontrunner des Jahres

Am darauf folgenden Tag fand dann der Frankfurt Marathon statt, bei welchem ich den Startläufer des ASICS-Frontrunner-Mixed-Teams mit Anke Deckert, Karin Schenk und Sonja Oberem machen durfte.

Auch wenn das Wetter vom „goldenen Oktober“ auf „stürmischen Herbst“ gewechselt hat, zeigten wir uns alle von unserer besten Seite und mit Markus Weiß-Latzko wurde ein weiterer ASICS-Athlet sogar bester Deutscher und Frontrunner Tinka Uphoff gewann die Hessische Meisterschaft!

Am Nachmittag bzw. frühen Abend traten alle wieder ihren Heimweg in alle Himmelsrichtungen an. Hinter jedem liegt ein Jahr mit Erfolgen, sicher auch den ein oder anderen Niederlagen, vielleicht Verletzungen, die hoffentlich wieder oder zumindest bald wieder auskuriert sind und tollen Erinnerungen die wir gemeinsam bei den ASICS-Events, wie Neuss, Berlin, Tübingen, Frankfurt oder bei den Revierguides erlebt haben.

Ich freue mich auf die neue Saison, weitere schöne Treffen mit den „alten“ und neuen Frontrunnern, interessanten Begegnungen und neuen Herausforderungen.

Jetzt wünsche ich erstmal allen eine gute Regeneration bzw. einen guten Neustart ins Training!

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

1 Comment

  1. Joe sagt:

    Für die Erfolge wünsche ich Dir alles Gute und im nächsten Jahr viel Gesundheit um wieder ganz vorne mitzulaufen.

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