Start in die Ultramarathonsaison – 50 km des RLT Rodgau

Gesamt Zweiter Carsten Stegner
Coast2Coast Fuerteventura – Unerwartet zum Erfolg
27. September 2014
ASICS 33-m
ASICS 33-m
9. Februar 2015
Show all
Carsten Stegner

Foto: trailblog.de

Schon traditionell startet am letzten Samstag im Januar in Rodgau die Ultramarathonsaison. Was vor 15 Jahren mit ein paar 60 Startern begann, ist mittlerweile zu einer festen Größe des Ultramarathon Terminkalenders geworden. Fast 900 Starter aus 23 Nationen waren auch 2015 wieder an der Startlinie des 16. 50 km Ultramarathon des RLT Rodgau und gingen auf die 5-km-Runde im Naherholungsgebiet „Gänsbrüh“ unweit von Frankfurt am Main. Profisportler bis Hobbyläufer nehmen den frühen Termin im Jahr gerne war, um erstmals ihre Form zu testen oder ihren ersten langen Lauf des Jahres zu absolvieren. Dementsprechend ist auch die „Ausfallquote“ mit 30 % relativ hoch, denn mancher Läufer nutzt den Wettkampf um in Gesellschaft auf der exakt vermessenen Strecke über 20 – 35 km ein Marathontraining für die anstehenden Frühjahrsmarathons zu absolvieren.

Der Ultratross

Foto: Willi Weber, RLT Rodgau

Wo geht das auch besser als hier? Der RLT Rodgau schafft es, trotz der großen Teilnehmerzahlen, eine familiäre Stimmung zu erzeugen. Hier fühlt sich jeder gut aufgehoben und so kann der (für viele erste lange) Lauf bei Vollverpflegung und bester Stimmung unter Gleichgesinnten absolviert, ach was, genossen werden.

Verpflegung

Foto: Willi Weber, RLT Rodgau

Start

Foto: Norbert Wilhelmi

Mit dem Wettkampf startete ich erstmals in der im Ultrabereich hart umkämpften AK M40 und in ein hoffentlich glücklicheres Sportjahr als das abgelaufene 2014. Mein Ziel war, ein gleichmäßiges Tempo zu laufen, als Generalprobe für die in vier Wochen stattfindende Deutsche Meisterschaft über 50 km. Eine Zeit von 3:12 Std. sollte am Ende auf der Uhr stehen – völlig losgelöst vom Druck eine bestimmte Platzierung erreichen zu wollen. Die Konkurrenz am Start ließ darauf schließen, dass ich mit diesem Tempo nicht alleine unterwegs sein werde. Nach dem Startschuss machte ich mich gleich zu Beginn dennoch ganz alleine an die Verfolgung des Ukrainischen Topläufers Oleksandr Holovnytskyy.

Foto: Willi Weber

Foto: Willi Weber

Der Ukrainer ließ keinen Zweifel daran, das Rennen nach zwei gescheiterten Anläufen, als er gegen Florian Neuschwander jeweils Zweiter wurde, zu gewinnen.

Zwar lief ich ein wenig schneller als geplant, aber durchaus noch innerhalb

Carsten Stegner

Foto: Willi Weber

des Puffers, den ich mir selbst setzte. Immer nach 18:50 Minuten +/- 2 Sekunden überquerte ich die Start- und Ziellinie. Leider ließ ich mich von der Regelmäßigkeit abbringen, als ich merkte, dass ich dem Führenden etwas näher kam. An einer kleinen Wendeschleife zur Hälfte der Runde, kann man seine Mitläufer gut beobachten. Aus zwischenzeitlich zwei Minuten Rückstand wurden nur noch etwas mehr als eine Minute. Dies verleitete mich das Tempo etwas zu erhöhen. Ausgerechnet in dieser Runde hatte ich Schwierigkeiten meine Verpflegung zu mir zu nehmen und bekam wegen eines Missgeschicks Seitenstechen. Für knapp zwei Kilometer musste ich deutlich Tempo herausnehmen, wollte dies aber wieder kompensieren und lief mich so in eine Sauerstoffschuld. Nachdem ich mich Ende der achten Runde wieder gefangen hatte, merkte ich dass ich die Lücke zu Oleksandr nicht mehr schließen kann. Mit mittlerweile doch etwas schweren Beinen reduzierte ich mein Tempo. Von Gleichmäßigkeit konnte da dann nicht mehr die Rede sein. Doch abgesehen von ein paar kleinen Fehlern, kann ich mit dem Rennverlauf sehr zufrieden sein und die „Generalprobe“ als gelungen verbuchen. Nach 3:10:42 Std. lief ich schließlich mit 2 Minuten Rückstand als ungefährdeter Zweiter ins Ziel.

Carsten Stegner

Foto: trailblog.de

Hinter mir folgten die bekannten Gesichter der Ultramarathonszene in der

Foto: Willi Weber

Foto: Willi Weber

Reihenfolge Thomas Klingenberger (Team Leistungsdiagnostik.de), Bernhard Eggenschwiler (mega-joule.ch), Michael Sommer (EK Schwaikheim), Markus Heidl (Spiridon Frankfurt), welcher sich zum ersten Mal an der Ultradistanz versuchte – und das erfolgreich und Rene Strosny (Passtschon98).

Die Damenkonkurrenz gewann souverän meine ASICS Frontrunner Kollegin Tinka Uphoff von Spiridon Frankfurt.

Tinka Uphoff

Foto: Willi Weber

Erstmals auf der Ultradistanz, kurzfristig aus der Marathonvorbereitung heraus, schrammte sie nur um 90 Sekunden am Streckenrekord vorbei. Was für ein Einstand! Das Treppchen vervollständigten Sabine Schmitt (Run² by Runners Point Mainz) und Karin Kern (DJK Schwäbisch Gmünd).

Mehr zum RLT Rodgau

Foto: trailblog.de

Foto: trailblog.de

Foto: Norbert Wilhelmi

Foto: Norbert Wilhelmi

Foto: Norbert Wilhelmi -gut gelaunt-

Foto: Norbert Wilhelmi
-gut gelaunt-

Foto: Norbert Wilhelmi -Gegenverkehr-

Foto: Norbert Wilhelmi
-Gegenverkehr-

Foto: Willi Weber -Siegerehrung-

Foto: Willi Weber
-Siegerehrung-

Carsten Stegner
Carsten Stegner
Als passionierter Läufer berichte ich in diesem Blog von meinem Training, meinen Wettkämpfen und gebe meine Erfahrungen bezüglich dem von mir genutztem Equipment weiter. Mehr zu meiner Person und zum Thema Laufen gibt´s auf www.pure-run.de

2 Comments

  1. Hallo Carsten,

    Gratulation zu Deiner Leistung! Das hört sich nach einer sehr positiv verlaufenen Generalprobe für die DM an.
    Ich drück Dir auf alle Fälle mal dann die Daumen.
    Lädst Du deine Trainings eigentlich gar nicht mehr auf Garmin Connect?

    Viele Grüße aus dem schönen Chiemgau
    vom Löcher – in den- Bauch- Frager

    Martin

    • Hallo Martin!
      Vielen Dank!
      Doch doch, meine Laufdaten sind nach wie vor bei GARMIN Connect. Leider keine der letzten Tage, da ich wegen eines „Männerschnupfens“ außer Gefecht gesetzt bin… 🙁
      Viele Grüße, Carsten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.